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Wetterauer Modellversuch heute im Hessen-Fernsehen

Von links: Kreisbeigeordneter Matthias Walther mit Björn Meschenmoser, Firma IQMTEL und Anne-Katrin Hochstrat, hr1, beim Ortstermin in Nieder-Wöllstadt.

Die Wetterau ist einer von zwei hessischen Modelllandkreisen, in denen in einem flächendeckenden Versuch die tatsächliche Mobilfunkabdeckung erfasst wird.

In Müllfahrzeugen der Firma Weisgerber, die den gelben Sack in der Wetterau einsammelt, sind neun Mobiltelefone stets auf der Suche nach dem besten Netz der drei unterschiedlichen Netzbetreiber in den Netzen 2G, UMTS und LTE. „Die neun Mobiltelefone registrieren laufend während der Route der Müllfahrzeuge die Signalstärke, die von den Mobilfunkmasten in den verschiedenen Netzen abgegeben werden“, berichtet Kreisbeigeordneter Matthias Walther, der sich dieser Tage ein Bild vom Fortschritt des Modellversuchs machte. Mit dabei waren auch zwei Teams des Hessischen Rundfunks, die sowohl für die Hessenschau als auch für den Hörfunk berichten.

Kreisbeigeordneter Walther: „Wir brauchen valide Daten“

„Wir brauchen valide Daten, um mit den Netzbetreibern auf Augenhöhe über den Ausbau des Mobilfunknetzes zu sprechen“, begründete Walther den aufwändigen Feldversuch. Tatsächlich stimmen einige der von den Mobilfunkanbietern gelieferten Daten über die Netzstärke nicht mit den Ergebnissen des Feldversuchs überein. „Das liegt daran, dass die Mobilfunkanbieter häufig Daten nutzen, die auf Simulation oder Berechnungen, nicht aber auf tatsächlich durchgeführten Messungen beruhen“, erläuterte Björn Meschenmoser von der Firma IQMTEL, welche die Untersuchung durchführt.

„Der Wetteraukreis verfügt bereits über ein gut ausgebautes Mobilfunknetz. Wir erhalten jedoch immer wieder Klagen von Bürgerinnen und Bürgern, dass noch zahlreiche Funklöcher im Kreisgebiet vorhanden sind. Hier setzen wir an. Wir wollen auf Basis der gewonnenen Messdaten Lösungen entwickeln, um die Funklöcher im Wetteraukreis beseitigen“, sagt Walther.

Klagen über unterbrochene Gespräche

Walther wusste von Gesprächen mit Handwerkern zu berichten, die über unterbrochene Gespräche während der Fahrt zum Kunden klagten. „Auch Bürgerinnen und Bürger haben mir von solchen Funklöchern berichtet, und ich bin ja auch viel unterwegs und habe selbst schon solche abrupten Gesprächsenden erlebt. Das ist ein Standard, den wir für die Zukunft nicht mehr wollen. Deshalb müssen diese Funklöcher beseitigt werden, und dafür benötigen wir genaue Informationen. Sobald die Ergebnisse der Messungen vorliegen, werden wir die im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlichen“, so Fachdezernent Walther.

Für die Erfassung der Mobilfunkausleuchtung setzt der Wetteraukreis auf die Lösung des schwedischen Unternehmens IQMTEL, das bereits in Nordeuropa sehr erfolgreich eingesetzt wurde. Der Bericht über die Mobilfunkmessung in der Wetterau wird heute (Freitag, 24. Mai) in der Hessenschau gesendet. Weitere Berichte folgen in hr-iNFO und auf hr1.

veröffentlicht am: 24.05.2019

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