Die Region Wetterau

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Landwirtschaft duftet auf dem Markt der Region

Gemeinschaftsstand des Fachdienstes Landwirtschaft mit dem Hühnerhotel Kröll (5. v. l.) und der SOLAWI Friedberg-Dorheim (6. v. l.)

Bei schönstem Wetter genossen die Wetterauer Bürger wieder ihren Markt der Region 2018 am vergangenen Wochenende auf dem Europaplatz am Kreishaus. Gerade in Zeiten von Lebensmittelskandalen ist der Markt der Region ein Höhepunkt inmitten des Herbstmarkttreibens in Friedberg.

Hier duften kulinarische Köstlichkeiten von Direktvermarktern aus der Region, sei es die frische Bratwurst oder die leckere Gemüsesuppe. Landrat Jan Weckler machte sich ein Bild von dem Markttreiben und besuchte den Gemeinschaftsstand des Fachdienstes Landwirtschaft mit dem Hühnerhotel Hof Kröll aus Niddatal-Bönstadt und einer Gruppe der „Solidarischen Landwirtschaft“ aus Friedberg-Dorheim.

„Mit dem Markt der Region wollen wir auch auf neue Direktvermarkter und neue Vermarktungsideen aufmerksam machen.“, erklärt Landrat Jan Weckler. So hatten dieses Jahr die zwei Jungunternehmer Jens und Lars Kröll (20 u. 22 Jahre alt) aus Niddatal-Bönstadt die Möglichkeit ihr Hühnerhotel und Ihre Produkte vorzustellen. Den Hühnern geht es richtig gut. Sie können frei umherlaufen und ein Hahn ist in jeder Gruppe auch mit dabei. An Luxus fehlt es ihnen ebenfalls nicht. So gibt es im Hühnerhotel solarbetriebene Türöffnungen, die sich morgens automatisch öffnen und abends wieder automatisch schließen. Dadurch sind die Hühner nachts vor dem Fuchs und Mader geschützt. Die Eier und Nudeln kann man am Hof in Bönstadt, bei einer Verkaufsstelle in Niddatal-Assenheim und in Friedberg-Bruchenbrücken sowie in einigen EDEKA- Märkten und im REWE-Markt Bad Vilbel erwerben. Den köstlichen Eierlikör gibt es bisher nur am Hof. Dafür lohnt sich jedoch die kleine Reise nach Bönstadt.
Ebenso ist die „Solidarische Landwirtschaft“ ein noch junges Kooperationsmodell, das auch für weitere Verbraucher interessant sein kann. Der Kern des solidarischen Prinzips ist, das ein landwirtschaftlicher Betrieb eine Gruppe von Verbrauchern ernährt und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. So baut der Bio-Landwirt Holger Pabst aus Dorheim für 75 Wetterauer Familien Gemüse nach Bio-Richtlinien an. Die Gemüse-Abholstationen befinden sich in Dorheim und Friedberg. Um weitere Menschen von der solidarischen Idee zu begeistern, standen die Mitglieder der Initiative Solidarische Landwirtschaft Friedberg-Dorheim gemeinsam mit Ihrem Landwirt interessierten Besuchern Rede und Antwort.

Viel Anklang fand auch das Mitmachangebot des Fachdienstes Landwirtschaft, ein Riechspiel rund um die Landwirtschaft. Die kleinen und großen Besucher konnten in Tontöpfen Heu, Hühner- und Kuhmist „erriechen“. Beim Erraten aller Inhalte konnte ein Besen, ein Pflanzenbestimmungsbuch „Was blüht denn da?“ und ein Boden-Quartett gewonnen werden. Für die, die mit ihrer Nase auch mal falsch lagen, gab es als Trostpreis ein Tütchen Blumenmischung, natürlich aus der Region. „Denn“, so Landrat Jan Weckler „ich möchte, dass es in unserer Wetterau wieder mehr blüht und summt. Dazu kann jeder, in seinem Garten oder Vorgarten, etwas beitragen.“ Zum Schutz von Insekten gab es extra Informationen und Tipps zur Aussaat von Wildpflanzensaatgut am Stand des Fachdienstes Landwirtschaft.

Das Musikprogramm von Jazz und Pop über Blues und Boogie bis zu deutschsprachigen Liedern rundete als Ohrenschmaus den Markt der Region gelungen ab.

Der Gottesdienst am Sonntag rief zum Innehalten und Miteinander auf.

Der Wetteraukreis unterstützt jährlich die Direktvermarkter auf dem Markt der Region. Organisiert hat alles Norbert Schön, zum wiederholten Male in alter Tradition, der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft Wetterauer Direktvermarkter.

Mehr Informationen zu allen Direktvermarktern in der Wetterau gibt es Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

veröffentlicht am: 17.09.2018

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