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„Kunst in Kirchen der Wetterau“ geht weiter

Jukka Korkeila beim Abbau der Installation in der Katholischen Kirche St. Bonifatius in Karben.

Nach fünf erfolgreichen Durchgängen von „Öffnet externen Link in neuem FensterKunst in Kirchen der Wetterau“ wird es auch eine sechste und voraussichtlich auch eine siebte Staffel geben.

„Wir haben uns dafür entschieden, im übernächsten Jahr ‚Kunst in Kirchen der Wetterau‘ wieder aufleben zu lassen. Das Thema steht noch nicht fest. Regionaler Schwerpunkt werden Kommunen im östlichen Wetteraukreis sein“, sagte Kurator Joachim Albert. 2021 soll es dann noch einmal entlang des Lutherweges gehen, 500 Jahre nachdem Martin Luther seinen Weg von Wittenberg zum Reichstag nach Worms und zurück zur Wartburg auch durch die Wetterau genommen hat.

Gute Besucherzahlen und hohe Resonanz

„Kunst in Kirchen der Wetterau 2017“ fand in sechs Kirchen entlang des Lutherweges statt. In zwei Kirchen, nämlich in den beiden Katholischen Kirchen in Rosbach-Rodheim und in Karben hat man sich von Seiten der Kirchengemeinde dazu entschieden, die Kunstwerke auch anzukaufen. Für das Kunstwerk Kreuzweg von Nicole Ahland hat sich die Gemeinde schon früh entschieden.

Für die katholische Kirche St. Bonifatius Karben bestätigte Pfarrer Bernd Schirmer, dass das Kunstwerk Jukka Korkeilas viele Gemeindemitglieder und Besucher zu Gespräch, Kritik und Weiterdenken angeregt habe. „Nun sollte die Kirche wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Aber halt! Gibt es ein zurück? Kann der Kommunikationsprozess abgeschlossen sein, den die riesige Plakatwand entfacht hat? Es bleibt etwas zurück. Und es bleibt ein Teil, ein „Rest“ nunmehr an der Rückwand der Kirche. Wer die Kirche verlässt, muss an diesem Abgebrochenen, Unvollständigen im Verhältnis zum „Vorher“ vorbei: eine neue Perspektive. Hat die Feier des Reformationsjubiläums Versöhnung gebracht? Es steht noch genug aus, was man nicht einfach wegräumen kann. Es bleibt offen; wie die zerschnittene Seite, die Wunde, die noch Zeit braucht um zu heilen. Wenn wir die Kirche verlassen, gestärkt durch Gottes Nähe, nehmen wir dieses verstörende Bild mit in unsere Welt. Der „Ausgang“ ist also offen. Sequenzen aus dem verbliebenen Teil werden im kommenden Jahr versteigert. „Der Erlös soll einem wohltätigen Zweck zukommen“, entschied der finnische Künstler.

„Mit den Besucherzahlen waren wir hoch zufrieden“, sagte Kurator Joachim Albert. Allein in der Stadtkirche Friedberg wurden rund 1.500 Besucherinnen und Besucher während der fünfwöchigen Ausstellungszeit gezählt.

Positive Resonanz

In den Gästebüchern der Kirchen kann man durchweg eine positive Resonanz ablesen, so heißt es unter anderem: „Neuer Blick auf etwas Vertrautes.“ „Eine Kunst, die den Betrachter rasch einbezieht.
Zum Vordergrund des Dargestellten entsteht sehr bald ein Hintergrund der eigenen Gedanken…“ „Gibt Mut zum Perspektivwechsel und passt einfach perfekt in diese Kirche.“ „Die Wirkung des Kreuzweges ist überwältigend.“ „Eine gelungene Bereicherung der Kirche, eine eindrucksvolle Umsetzung auch in der Konzentration auf sieben Kreuzweg-Stationen.“

veröffentlicht am: 27.11.2017

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